Unabhängiges Datenschutzzentrum Saarland https://datenschutz.saarland.de/ Aktuelles de Unabhängiges Datenschutzzentrum Saarland https://datenschutz.saarland.de/fileadmin/templates/assets/img/logoUDZ.png https://datenschutz.saarland.de/ 235 80 Aktuelles TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Thu, 30 Mar 2017 16:00:00 +0200 93. Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder am 29./30. März 2017 in Göttingen https://datenschutz.saarland.de/ueber-uns/aktuelles/nachricht/93-konferenz-der-datenschutzbeauftragten-des-bundes-und-der-laender-am-2930-maerz-2017-in-goettinge/ Datenschutzbehörden betonen in „Göttinger Erklärung“ den Wert des Datenschutzes in der digitalen...
In ihrer „Göttinger Erklärung“ fordert die DSK unter Überschrift „Vom Wert des Datenschutzes in der digitalen Gesellschaft“ alle Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft auf, den hohen Wert des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung zu achten. Die DSK weist darauf hin, dass der Datenschutz kein Hindernis für die Digitalisierung darstellt, sondern als eine wesentliche Voraussetzung für Ihr Gelingen verstanden werden muss.

Anlass der Erklärung sind zunehmende Versuche in Politik und Wirtschaft, den Datenschutz als Bremse der Digitalisierung zu diskreditieren. „Wir sehen zunehmend mit Sorge, dass damit ein zentrales Grundrecht in Frage gestellt wird“, so Barbara Thiel.

Die Datenschützer betonen, dass Informationen über Personen keine Ware wie jede andere sind und nicht allein auf ihren wirtschaftlichen Wert reduziert werden dürfen. Zu einer menschenwürdigen Entfaltung der Persönlichkeit gehört die freie Selbstbestimmung über das eigene Ich.

Eine weitere Entschließung der Konferenz betrifft die Videoüberwachung mit biometrischer Gesichtserkennung.
Diese Technik soll in naher Zukunft in Deutschland probeweise eingesetzt werden.

Die Datenschützer sehen die Videoüberwachung mit biometrischer Gesichtserkennung schon deshalb kritisch, weil es gegenwärtig an den dafür erforderlichen Rechtsgrundlagen fehlt. Problematisch ist, dass Personen mit dieser Technik nicht nur beobachtet, sondern auch automatisiert identifiziert werden können. Das hat schwere Grundrechtseingriffe zur Folge. Zudem sind bisher falsche Identifizierungen keine Seltenheit.
Barbara Thiel: „Wenn der Einsatz dieser Technik nicht von vorn herein verfassungswidrig sein soll, muss der Gesetzgeber die Voraussetzungen ihrer Verwendung ganz genau regeln“.]]>
Datenschutz poststelle@datenschutz.saarland.de Thu, 30 Mar 2017 16:00:00 +0200
Entschließungungen der Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder https://datenschutz.saarland.de/ueber-uns/aktuelles/nachricht/entschliessungungen-der-konferenz-der-unabhaengigen-datenschutzbehoerden-des-bundes-und-der-laender/ Neues Bundeskriminalamtgesetz - Informationspool beschneidet Grundrechte Die Konferenz der... Neues Bundeskriminalamtgesetz - Informationspool beschneidet Grundrechte
Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder fordert in einer Entschließung, den Gesetzentwurf zur Neustrukturierung des Bundeskriminalamtgesetzes in der parlamentarischen Beratung datenschutzkonform zu überarbeiten! mehr 

Gesetzesentwurf zur Aufzeichnung von Fahrdaten ist völlig unzureichend!


Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder fordert den Gesetzgeber zu einer dem datenschutzrechtlichen Bestimmtheitsgebot genügenden Novellierung des Straßenverkehrsgesetzes und zur Stärkung der Datenschutzrechte der Fahrer auf. mehr  ]]>
Datenschutz poststelle@datenschutz.saarland.de Wed, 22 Mar 2017 08:42:00 +0100
Videoüberwachung Vorplatz Hauptbahnhof / Umfeld Johanneskirche https://datenschutz.saarland.de/ueber-uns/aktuelles/nachricht/videoueberwachung-vorplatz-hauptbahnhof-umfeld-johanneskirche/ Die Landesbeauftragte für Datenschutz weist darauf hin, dass entgegen anderslautenden Berichten bei... Monika Grethel
Die Landesbeauftragte für Datenschutz
und Informationsfreiheit im Saarland]]>
Datenschutz poststelle@datenschutz.saarland.de Mon, 06 Mar 2017 08:55:00 +0100
„Mit Datenschützern lernen“ jetzt auch an Grundschulen https://datenschutz.saarland.de/ueber-uns/aktuelles/nachricht/mit-datenschuetzern-lernen-jetzt-auch-an-grundschulen/ Ausgegeben am: 08. Februar 2017 „Mit Datenschützern lernen“ jetzt auch an Grundschulen Die... „Mit Datenschützern lernen“ jetzt auch an Grundschulen
Die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Monika Grethel, hat heute mit Bildungsstaatssekretärin Andrea Becker den offiziellen Startschuss zur Einführung von Schulworkshops zum richtigen Umgang mit digitalen Medien an saarländischen Grundschulen gegeben. Ziel der Workshops ist es, die Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen zu fördern, verantwortungsvoll mit ihren eigenen Daten und respektvoll mit den Daten anderer umzugehen. Dabei geht es nicht darum, sie von Social Media-Angeboten fernzuhalten, sondern dass die Kinder gleichermaßen Chancen aber auch Gefahren und Risiken der digitalen Welt richtig erkennen. Staatssekretärin Becker dazu: „In der digitalisierten Welt ist es wichtig, dass unsere Kinder bereits früh eine gute Medienkompetenz erlernen. Nur wer medienkompetent ist, kann selbstbestimmt und auch kritisch mit Medien umgehen. Die Nutzung des Internets nimmt stetig zu. Deshalb ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler einen besonnenen und selbstverantwortlichen Umgang damit lernen. Die Digitalisierung bringt viele Vorteile und Chancen: Noch nie war es so einfach, sich mit der ganzen Welt zu verbinden und zu kommunizieren. Jedoch können die Inhalte der Kommunikation sensible personenbezogene Daten enthalten. Mit den Datenschutzworkshops erlernen unsere Kinder den richtigen Umgang im und mit dem Internet“, so Andrea Becker. Datenschutzbeauftragte Monika Grethel: „Das Internet gehört für Kinder immer früher zu ihrem Alltag. Daher ist es wichtig, Kinder bereits im Grundschulalter fit für das Netz und die digitale Welt zu machen. Die Ausdehnung unserer Datenschutzworkshops auf Grundschulen ist deshalb ein wichtiger Baustein einer umfassenden Medienbildung junger Menschen. Dass sich auch die Workshops an Grundschulen zu einem Erfolgsmodell entwickeln werden, lässt sich an der Vielzahl der bereits beim Datenschutzzentrum eingegangenen Anmeldungen ablesen.“

Hintergrund

Bereits seit dem Schuljahr 2013/2014 bietet das Unabhängige Datenschutzzentrum Saarland mit großem Erfolg an weiterführenden Schulen Schülerworkshops zum Umgang mit persönlichen Daten im Internet an. Mittlerweile wurden im Saarland bereits über 7.000 Schülerinnen und Schüler in den Workshops im Zusammenhang mit der Nutzung von Social Media-Angeboten wie WhatsApp, Snapchat, Instagram, Facebook, Twitter oder Wikis zu mehr Selbstverantwortung und digitaler Rücksichtnahme angeleitet. Immer früher nutzen Kinder und Jugendliche die Möglichkeiten digitaler Medien, sei es per PC, Tablet oder Smartphone. Die digitale Medienkompetenz stellt nach dem Lesen, Schreiben und Rechnen die vierte Kulturtechnik dar, die zunehmend an Bedeutung gewinnt. Vor diesem Hintergrund wurde von Eltern und Lehrern angeregt, bereits in der 4. Klassenstufe der Grundschulen eine Informationsveranstaltung für Schülerinnen und Schüler zum richtigen Umgang mit digitalen Medien anzubieten. Der Unterricht in den Grundschulen wird von externen Referentinnen und Referenten durchgeführt, die durch das Unabhängige Datenschutzzentrum geschult werden. Er ist auf die Dauer von zwei Unterrichtsstunden angelegt und wird den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 4 angeboten. Das Angebot ist für alle Grundschulen kostenlos. Auch die Sparkasse Saarbrücken zeigte sich von den Workshops überzeugt und wird diese ebenso wie die Sparkasse Merzig-Wadern und die Kreissparkasse Saarpfalz unterstützen.  Weitere Informationen zu den Schulworkshops finden Sie im Themenbereich:  Schule und Bildung -> Schulworkshops ]]>
Datenschutz poststelle@datenschutz.saarland.de Thu, 09 Feb 2017 07:24:00 +0100
Entschließung "Novellierung des Personalausweisgesetzes - Änderungen müssen bürger- und datenschutzfreundlich realisiert werden!" https://datenschutz.saarland.de/ueber-uns/aktuelles/nachricht/entschliessung-novellierung-des-personalausweisgesetzes-aenderungen-muessen-buerger-und-datenschutzf/ Entschließung der Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der... Entschließung der Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder

Novellierung des Personalausweisgesetzes – Änderungen müssen bürger- und datenschutzfreundlich realisiert werden!

Die Bundesregierung plant grundlegende Änderungen des Personalausweisrechts. Nach dem vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf (BR-Drs. 787/16) werden das Recht auf informationelle Selbstbestimmung der Bürgerinnen und Bürger übergangen und Datenschutz sichernde Standards unterlaufen. Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder fordert daher insbesondere folgende datenschutzrechtliche Anforderungen zu berücksichtigen:
  • Die obligatorische Aktivierung der eID-Funktion ist dann hinnehmbar, wenn dauerhaft sichergestellt ist, dass daraus keine verpflichtende Nutzung der eID-Funktion des Personalausweises resultiert. Die Entscheidung über die Nutzung der eID-Funktion muss allein bei den Bürgerinnen und Bürgern liegen. Deren Selbstbestimmungsrecht muss gewahrt bleiben.
  • An der bisherigen Verpflichtung der Ausweisbehörden, Bürgerinnen und Bürger über die eIDFunktion des Personalausweises schriftlich zu unterrichten, sollte festgehalten werden. Nur durch eine bundesweit einheitliche Vorgabe zu einer solchen Information wird sichergestellt, dass alle Bürgerinnen und Bürger in hinreichend verständlicher Form aufgeklärt werden.
  • Vor einer Datenübermittlung aus dem Personalausweis müssen die Bürgerinnen und Bürger Kenntnis über den Zweck der Übermittlung erhalten; zur Wahrnehmung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung müssen die Betroffenen stets - wie bislang - nachvollziehen können, in welchem konkreten Kontext ihre Identitätsdaten übermittelt werden. Zudem sollte die bisherige Möglichkeit, die Übermittlung einzelner Datenkategorien auszuschließen, beibehalten werden.
  • Die Einführung von organisationsbezogenen Berechtigungszertifikaten bei Diensteanbietern wird abgelehnt. Um sicherzustellen, dass Diensteanbieter nur die für den jeweiligen Geschäftsprozess erforderlichen Angaben übermittelt bekommen, sollte an der aktuellen Rechtslage festgehalten werden, nach der der antragstellende Diensteanbieter die Erforderlichkeit der aus der eID-Funktion des Personalausweises zu übermittelnden Angaben nachweisen muss und an den jeweils festgelegten Zweck gebunden ist.
  • Berechtigungszertifikate dürfen nur an Diensteanbieter erteilt werden, die Datenschutz und Datensicherheit gewährleisten. Daher sollten antragstellende Diensteanbieter nach wie vor durch eine Selbstverpflichtung die Erfüllung dieser Anforderungen schriftlich bestätigen und nachweisen müssen.
  • Die maßgeblichen Regelungen für die mit der Anlegung und Nutzung von Servicekonten einhergehende Erhebung und Verarbeitung von Identitätsdaten aus dem Personalausweis sowie die sicherheitstechnischen Rahmenbedingungen sollten im Personalausweisgesetz getroffen werden.
  • Die Voraussetzungen für die Erstellung und Weitergabe von Personalausweisablichtungen sollten gesetzlich konkreter normiert werden. Insbesondere das Prinzip der Erforderlichkeit ist durch eine verpflichtende Prüfung der Notwendigkeit der Anfertigung einer Ablichtung sowie durch eine Positivliste von Erlaubnisgründen zu stärken. Die Einwilligung der Betroffenen als alleinige Voraussetzung birgt die Gefahr, dass in der Praxis Ablichtungen angefertigt werden, obwohl sie nicht erforderlich sind. Zudem dürfte fraglich sein, ob betroffene Personen in eine solche Maßnahme stets informiert und freiwillig einwilligen können.
  • Die zum 1. Mai 2021 vorgesehene Einführung eines nahezu voraussetzungslosen Abrufs des Lichtbildes im automatisierten Verfahren durch die Polizeibehörden des Bundes und der Länder sowie die Verfassungsschutzbehörden und Nachrichtendienste wird abgelehnt. Bisher dürfen zur Verfolgung von Straftaten und Verkehrsordnungswidrigkeiten insbesondere die Polizei- und Ordnungsbehörden  Lichtbilder automatisiert abrufen, wenn die Personalausweisbehörde nicht erreichbar ist und ein weiteres Abwarten den Ermittlungszweck gefährdet. Diese gesetzlichen Einschränkungen für das Abrufverfahren sollen nun entfallen. Zudem sollen alle Nachrichtendienste künftig voraussetzungslos Lichtbilddaten abrufen können. Die bisherige Rechtslage ist völlig ausreichend.
 Die Entschließung steht Ihnen nachfolgend zum Download zur Verfügung.]]>
Datenschutz poststelle@datenschutz.saarland.de Wed, 01 Feb 2017 11:21:00 +0100
Informationsfreiheitsbeauftragte fordern Transparenzgesetze https://datenschutz.saarland.de/ueber-uns/aktuelles/nachricht/informationsfreiheitsbeauftragte-fordern-transparenzgesetze/ Unter dem Vorsitz der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit... InformationsfreiheitPressemitteilung poststelle@datenschutz.saarland.de Fri, 02 Dec 2016 14:01:00 +0100 Kühlungsborner Erklärung der unabhängigen Datenschutzbehörden der Länder https://datenschutz.saarland.de/ueber-uns/aktuelles/nachricht/kuehlungsborner-erklaerung-der-unabhaengigen-datenschutzbehoerden-der-laender/ Der Vollzug der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) erfordert eine effektive... Kühlungsborner Erklärung
der unabhängigen Datenschutzbehörden der Länder1 vom 10. November 2016 Der Vollzug der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) erfordert eine effektive Organisationsstruktur. Zentrale Bedeutung kommt dabei dem Europäischen Datenschutzausschuss (EDSA) zu, der für alle Aufsichtsbehörden verbindliche Beschlüsse treffen kann und in dem jeder Mitgliedstaat eine Stimme hat.
Die Datenschutzbehörden der Länder fordern den Bundesgesetzgeber auf, bei der gesetzlichen Regelung des Vertreters der deutschen Aufsichtsbehörden im EDSA der Unabhängigkeit aller Aufsichtsbehörden und der Zuständigkeitsverteilung zwischen Bund und Ländern Rechnung zu tragen.
Der Vollzug der Datenschutzregelungen obliegt im föderativen System der Bundesrepublik Deutschland den Datenschutzbehörden der Länder. Die Zuständigkeit des/der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) beschränkt sich auf wenige spezifische Bereiche. Diesem Umstand muss bei der Vertretung der deutschen Aufsichtsbehörden im EDSA nach Artikel 68 DS-GVO Rechnung getragen werden. Die unabhängigen Datenschutzbehörden der Länder setzen sich daher für die folgenden Regelungen ein:
  • Die Vertretung der deutschen Aufsichtsbehörden im EDSA kann sowohl durch den/die BfDI als auch eine Landesaufsichtsbehörde erfolgen. Die Stellvertretung obliegt dann dem jeweils anderen.
  • Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder bestimmt die beiden Vertreter im EDSA.
  • Die Vertretung im EDSA hat der nationalen Zuständigkeitsverteilung für den Vollzug Rechnung zu tragen. Die für den Vollzug zuständigen Aufsichtsbehörden müssen die Möglichkeit erhalten, über den Vertreter im EDSA Angelegenheiten einzubringen und ihre jeweiligen Positionen im Verfahren autonom zu bestimmen.
Unter Zugrundelegung dieser Leitlinien ist nach Auffassung der Länder eine effektive Vertretung der unabhängigen Datenschutzbehörden im EDSA möglich. 1) bei Enthaltung Bayerns ]]>
Datenschutz poststelle@datenschutz.saarland.de Mon, 21 Nov 2016 07:29:00 +0100
„Videoüberwachungsverbesserungsgesetz“ zurückziehen! https://datenschutz.saarland.de/ueber-uns/aktuelles/nachricht/videoueberwachungsverbesserungsgesetz-zurueckziehen/ Entschließung der 92. Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder....

Entschließung
der 92. Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden
des Bundes und der Länder

Kühlungsborn, den 9. November 2016

„Videoüberwachungsverbesserungsgesetz“ zurückziehen!

Das Vorhaben des Bundesministeriums des Innern (BMI), durch ein "Videoüberwachungsverbesserungsgesetz“ Änderungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG)
einzuführen, die künftig privaten Stellen den Betrieb von Videokameras zur Verhinderung von Anschlägen wie in Ansbach und Amokläufen wie in München erleichtern sollen, wird von den unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder1 abgelehnt. Der Gesetzentwurf vermag nicht zu begründen, dass die angestrebte Erleichterung der Videoüberwachung die öffentliche Sicherheit besser gewährleisten kann, als dies gegenwärtig der Fall ist. Auch die Verlagerung der Verantwortung für diese Aufgabe auf die privaten Betreiber von Einkaufszentren und öffentlichem Personennahverkehr lehnen die unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder ab. Nach der nicht abschließenden Aufzählung zielt der Gesetzentwurf überwiegend auf Orte, an denen Betroffene ihre Freizeit verbringen. Gerade in diesen Bereichen, in denen sich Menschen typischerweise zur ungezwungenen Kommunikation, Erholung und Entspannung für längere Dauer aufhalten, gilt es das Persönlichkeitsrecht in besonderem Maße zu schützen. Gleichwohl lässt es die einschlägige Bestimmung des § 6b BDSG bereits gegenwärtig zu, die Sicherheitsbelange von Personen, die sich in öffentlich zugänglichen Bereichen aufhalten, bei der Abwägung zwischen den Rechten Betroffener und den Betreiberinteressen zu berücksichtigen. Im Rahmen der Hausrechtsausübung können auch heute Kameras installiert werden, um Personen von Straftaten an den Objekten abzuhalten. Darüber hinaus kann Videotechnik zur Beweissicherung eingesetzt werden und nach § 6 Abs. 3 Satz 2 BDSG können Videobilder an Polizei-, Ordnungs- und
Strafverfolgungs- und Ordnungsbehörden weitergegeben werden, wenn dies zur Abwehr von Gefahren für die staatliche und öffentliche Sicherheit sowie zur Verfolgung von Straftaten erforderlich ist. Die Begründung des BMI suggeriert, die Datenschutzaufsichtsbehörden verhinderten angesichts der angespannten Sicherheitslage die Durchführung von Videoüberwachung. Dies trifft nicht zu. Tatsächlich werden  gerade im Bereich der großen Einkaufszentren, aber auch an Bahnhöfen und in Fahrzeugen des Personennahverkehrs bereits heute zahlreiche Kameras mit ausdrücklicher Billigung der Aufsichtsbehörden betrieben. Terroristen wie auch irrational handelnde Einzeltäter, vor denen die gesetzliche Regelung schützen soll, nehmen ihren eigenen Tod bei derartigen Anschlägen bewusst in Kauf. Sie werden sich daher von ihren Taten auch nicht durch Videokameras abschrecken lassen. Hinzu kommt, dass die Betreiber von Videoüberwachungsanlagen bereits heute meistens nicht in der Lage sind, ein Live-Monitoring durchzuführen und die Bilder der vielen Kameras durch ihr eigenes Personal so auszuwerten, dass bei Gefahren direkt und schnell eingegriffen werden kann. In der Praxis bleibt die Bedeutung der Kameras daher auf eine Speicherung auf Vorrat und für die spätere Strafverfolgung beschränkt. Auch die mögliche Erhöhung eines faktisch ungerechtfertigten subjektiven Sicherheitsgefühls könnte Grundrechtseingriffe nicht rechtfertigen. Insoweit ist die Regelung, die von den privaten Betreibern eine stärkere Gewichtung des Schutzes von Leben, Gesundheit oder Freiheit der Betroffenen bei der rechtlichen Abwägung fordert, letztlich gar nicht geeignet, das Ziel der gesetzlichen Regelung zu erreichen. Die unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder betonen mit Nachdruck, dass es nicht die Aufgabe privater Stellen ist, die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Dies obliegt  allein den Sicherheitsbehörden, die über ausreichende landes- und bundesgesetzliche Grundlagen sowohl für die Gefahrenabwehr als auch für die Strafverfolgung verfügen. Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder fordert den Bundesinnenminister auf, den Gesetzentwurf zurückzuziehen. 1 bei Enthaltung der Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit]]>
Datenschutz poststelle@datenschutz.saarland.de Thu, 10 Nov 2016 09:46:00 +0100
Datenschutzaufsichtsbehörden prüfen grenzüberschreitende Datenübermittlungen https://datenschutz.saarland.de/ueber-uns/aktuelles/nachricht/datenschutzaufsichtsbehoerden-pruefen-grenzueberschreitende-datenuebermittlungen/ In einer koordinierten schriftlichen Prüfungsaktion nehmen zehn deutsche... Die Landesbeauftragte für Datenschutz
und Informationsfreiheit im Saarland
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PressemitteilungDatenschutz poststelle@datenschutz.saarland.de Thu, 03 Nov 2016 09:00:00 +0100
Ihre Daten gehören Ihnen – Datensparsamkeit lohnt sich Verbraucherzentrale und Landesdatenschutzbeauftragte geben Tipps zum Datenschutz https://datenschutz.saarland.de/ueber-uns/aktuelles/nachricht/ihre-daten-gehoeren-ihnen-datensparsamkeit-lohnt-sich-verbraucherzentrale-und-landesdatenschutzbeau/ Presseerklärung der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen Ihre Daten gehören Ihnen – Datensparsamkeit lohnt sich Verbraucherzentrale und Landesdatenschutzbeauftragte geben Tipps zum Datenschutz Presseerklärung der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen Warum lohnt sich ein bewusster und sparsamer Umgang mit eigenen Daten? Was ist Scoring? Mit welchen einfachen Maßnahmen kann ich meine Daten schützen? Antworten zu diesen und weiteren Fragen enthält die Broschüre „Ihre Daten gehören Ihnen – Datensparsamkeit lohnt sich“. Die Broschüre wurde gemeinsam von der Verbraucherzentrale NRW und der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen (LDI NRW) erstellt. 

Helga Block: „Wenn sich Bürgerinnen und Bürger an mich wenden, ist das Kind meistens schon in den Brunnen gefallen und eine Datenschutzverletzung eingetreten. Selbstdatenschutz ist der beste Schutz. Die Daten der Bürgerinnen und Bürger haben einen echten Wert und sind eine begehrte Ware. Um nicht zum „gläsernen Kunden“ zu werden, müssen die Menschen ihre Datenschutzrechte kennen und aktiv in Anspruch nehmen. Die Broschüre soll dabei helfen.“ Die Broschüre können Sie von der Internetseite der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen nachfolgend abrufen:  PDF-Dokument zum Download 
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Datenschutz poststelle@datenschutz.saarland.de Fri, 08 Jul 2016 11:35:00 +0200